Rehgulasch mit Rotkohl und Spätzle

Jedesmal, wenn wir aus dem Münsterland nach Hause kommen, haben wir etwas im Gepäck. Dieses mal war es ein Reh. Nein, kein ganzes sondern etwas aus der Keule.

Unsere Kinder haben beide eine Jagdausbildung, übernehmen sozusagen Verantwortung für Revierpflege auf Feldern und in Wäldern. Sie halten die Balance zwischen Wildpflege und Naturschutz.

Ist das wichtig? Ja, denn inzwischen paaren sich z.B. Wildschweine das ganze Jahr über. Aufgrund der milden Winter und des großen Nahrungsangebot auf Feld und Flur sind weibliche Frischlinge bereits nach wenigen Monaten selbst wieder geschlechtsreif. So können innerhalb von nur einem Jahr von einer einzigen Bache bis zu 36 weitere Nachkommen entstehen. Die weiblichen wiederum….ihr könnt euch vorstellen das das ein Fass ohne Boden ist. Und weil sich die Population locker verdreifachen kann, sind sie eine große Gefahr in unserem Straßenverkehr. Jeder der einmal einen Wildunfall hatte kann da ein Lied von singen…..

Aber nun zum Rezept vom Rehgulasch.

Zutaten für 4-6 Personen:

  • ca. 1,2 Kg Rehgulasch aus der Keule
  • 3-4 Zwiebeln
  • 4-5 Zweige Thymian
  • 3 Lorbeerblätter
  • 10 Wacholderbeeren (zerdrückt)
  • 2-3 Eßl. Butterschmalz
  • 1 Eßl. Tomatenmark (2-fach konzentriert)
  • 1 Glas Rinderfond (besser Wildfond, hatte ich leider nicht im Haus)
  • trockener Rotwein zum ablöschen
  • Pfeffer, Salz
  • 1 Handvoll Cranberries

Zubereitung:

Vom Fleisch vorsichtig Fett, Sehnen und Silberhäutchen entfernen und in gleichgroße Stücke schneiden. In Butterschmalz ringsum schön cross anbraten. Aus dem Topf nehmen und beiseite stellen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Wachholderbeeren und die klein geschnittene Zwiebel in dem Fett anrösten, Tomatenmark hinzugeben und mitrösten lassen. Mit Rotwein ablöschen. Die Röstaromen vom Topfboden lösen. Das Fleisch wieder in den Topf geben und etwas einköcheln lassen.

Zum Schluß mit dem Fond aufgießen. Lorbeerblätter, Cranberries und Thymianzweige in die Soße geben. Aufkochen lassen. Für ca. 1,5 bis 2 Std. in den auf 130 Grad vorgeheizten Backofen stellen. Zwischendurch umrühren. Das Fleisch sollte mit der Flüssigkeit knapp bedeckt sein.

Wenn ihr das Gefühl habt, der Gulasch ist zart genug, könnt ihr die Thymianzweige und die Lorbeerblätter entfernen. Die Zwiebeln müssten sich jetzt aufgelöst haben und die Soße dürfte sämig sein. Falls nicht, mit einer rohen geriebenen Kartoffel andicken. Zur Not geht auch dunkler Soßenbinder.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist 20191229_160120.jpg.
Rehgulasch

Bei den Spätzle habe ich auf ein Fertigprodukt zurück gegriffen.

Den Rotkohl findet ihr hier: https://eineprisesalz586612705.blog/2019/12/11/rinderroulade-mit-weihnachtsrotkohl/

Ich wünsche euch wie immer guten Appetit und viel Spaß beim nachkochen.

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